Danke Stimming!

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Ich habe ein weiteres Bild aus der „Nachts auf Kreta“-Serie fertig gemacht. Und zwar eins, das mir sehr am Herzen liegt.

Ein Bild für Martin Stimming, einem Musiker aus Hamburg.
Die Idee dahinter ist einfach, dass ich ein dickes Dankeschön loswerden möchte:

Danke Herr Stimming!

Danke für deine wunderbare Musik! Sie heilt mich. Jedes mal wenn ich sie höre…
„Bright Star“ war es, das mich zu diesem Foto animiert hat.
Egal wie oft ich es höre, jedes mal durchzieht es meinen gesamten Körper.
Als würde in jeder Zelle eine kleine Rakete starten.
 

 
 
Ein paar Hintergrundinfos:

Das Bild besteht aus 4 Fotos: dem Sternenhimmel, dem Vordergrund (irgendwo in den Nordhängen der Lefka Ori auf 1200m),
dem Stimming und dem Herzen (beides mit einer Stirnlampe gemalt, vorher in Pappe geritzt).
 
IMG_20160424_110619

Nachts auf Kreta

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Befindet man sich zu später Stunde ausserhalb von großen Städten, wo wenig Lichtverschmutzung und klare Luft ist,  
strahlt der Sternenhimmel gerade zu. Geht man nun an sehr abgeschiedene Orte wie zum Beispiel die Berge und ist zusätzlich der Mond nur wenig oder gar nicht zu sehen, ist es möglich das Band der Milchstraße als eine Art Wolke zu bewundern. Und genau diese Szenerie habe ich versucht in verschiedenen Stimmungen mit der Kamera einzufangen. Entstanden sind die Fotos in und um Ramni, einem kleinen Bergdorf auf Kreta, das sich auf ca. 400m Höhe in den Nordhängen der Weißen Berge befindet.

Ein paar Gedanken zu den Fotos und Hintergrundinformationen zu deren Entstehung findet ihr weiter unten.

Nun aber erstmal die Fotos:
 
 
#1:

soenkeschulze_mw_01
#2:

soenkeschulze_mw_02

 

#3:
soenkeschulze_mw_04

 

#4:
soenkeschulze_mw_03

 

Hier geht’s zum Set: Nachts auf Kreta.
Und hier zu größeren Versionen der Bilder: 500px.
 
Auch wenn die Bedingungen zum Fotografieren des Nachthimmels gut sind, benötigt man auf jeden Fall ein Stativ und eine sehr lichtempfindliche Kamera. Am einfachsten zu Realisieren sind derartige Fotos wohl mit einer modernen Vollformat-Kamera (bei der hohe ISO-Werte mit wenig Rauschen kein Problem sind) und einem Weitwinkelobjektiv mit einer großen Blendenöffnung, damit möglichst viel Licht in kurzer Zeit einfällt. Letzteres ist wichtig, da bei zu langer Belichtungszeit der Himmel verschwommen wird und die Sterne auf dem Bild anfangen Streifen zu ziehen. Warum? Weil die Erde sich dreht, was man schon deutlich bei 30s Belichtungszeit merken kann. Hier spricht man dann von Startrail-Aufnahmen. Ein Beispielfoto: Die optische Täuschung des Bewusstseins. Diese haben auch ihren Reiz, kommen aber in keinster Weise dem statischem Nachthimmel mit seinen einzelnen Sternen, wie man ihn mit bloßen Auge sehen kann, Nahe.

Ich fotografiere mit einer Pentax K-5, einer digitalen Spiegelreflexkamera mit einem kleineren APS-C-Sensor. Da diese schon ein wenig älter und nicht sonderlich lichtempfindlich ist, ich aber Fotos von der Milchstraße machen wollte, musste ich zu einem anderen Mittel greifen: einem GPS-Modul. Dies hat eine Zusatzfunktion namens Astrotracer und ermöglicht enorm lange Belichtungszeiten ohne Sternenstreifen. Hier wird die Position des Sensors anhand von GPS-Daten exakt der Bewegung der Erdrotation angepasst. Dann ist allerdings der Vordergrund verschwommen. Möp. Folglich muss man den Vordergrund seperat fotografieren und die Fotos später zusammenfügen. Durch die langen Belichtungszeiten (den Himmel habe ich bei ISO 100, einer Blende von F1.8 und 18mm Brennweite 5 Minuten lang belichtet) und der vorherigen Planung als Collage, entstehen aber auch spannende neue Möglichkeiten. Bei Foto #2 habe ich so zum Beispiel die Bäume in verschiedenen Richtungen und Positionen mit einer Stirnlampe angeleuchtet, und dann später diverse Varianten miteinander kombiniert.

Von der Idee im Kopf bis zu diesen fertigen Fotocollagen ist einige Zeit vergangen. Und trotz aller Technik und Wissen hat der Zufall eine entscheidene und sehr wichtige Rolle gespielt.

Ich bin sehr gespannt wie die Fotos ausbelichtet und gerahmt aussehen werden.
 
Was meint ihr zu den digitalen Versionen?
 

Die optische Täuschung des Bewusstseins

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„Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Er erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als abgetrennt von allem anderen – eine Art optische Täuschung des Bewußtseins. Diese Täuschung ist für uns eine Art Gefängnis, das uns auf unsere eigenen Vorlieben und auf die Zuneigung zu wenigen uns Nahestehenden beschränkt. Unser Ziel muß es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Horizont unseres Mitgefühls erweitern, bis er alle lebenden Wesen und die gesamte Natur in all ihrer Schönheit umfaßt.“ – Albert Einstein

 

The optical delusion of the consciousness. by SOENKESCHULZE on 500px.com

Schaut man Nachts zu den Sternen und sucht sich einen Fixpunkt fällt einem relativ schnell auf, dass der gesamte Sternenhimmel sich zu bewegen scheint. Guckt man nun durchgehend zum Polarstern, dreht er sich vermeintlich um genau diesen Punkt. Was man wahrnimmt ist allerdings die Erdrotation. Und der Polarstern liegt genau auf der Erdachse.

Genau so wenig wie das Universum um die Erde kreist, dreht sich die Erde um irgendeinen Einzelnen.
Also Leute: seid lieber zu all den Lebewesen um euch herum und geht mehr in die Natur!

Das Foto ist 2013 in den Weißen Bergen auf Kreta entstanden und besteht aus 172 Einzelauufnahmen á 30 Sekunden Belichtungszeit.