Nachts auf Kreta

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Befindet man sich zu später Stunde ausserhalb von großen Städten, wo wenig Lichtverschmutzung und klare Luft ist,  
strahlt der Sternenhimmel gerade zu. Geht man nun an sehr abgeschiedene Orte wie zum Beispiel die Berge und ist zusätzlich der Mond nur wenig oder gar nicht zu sehen, ist es möglich das Band der Milchstraße als eine Art Wolke zu bewundern. Und genau diese Szenerie habe ich versucht in verschiedenen Stimmungen mit der Kamera einzufangen. Entstanden sind die Fotos in und um Ramni, einem kleinen Bergdorf auf Kreta, das sich auf ca. 400m Höhe in den Nordhängen der Weißen Berge befindet.

Ein paar Gedanken zu den Fotos und Hintergrundinformationen zu deren Entstehung findet ihr weiter unten.

Nun aber erstmal die Fotos:
 
 
#1:

soenkeschulze_mw_01
#2:

soenkeschulze_mw_02

 

#3:
soenkeschulze_mw_04

 

#4:
soenkeschulze_mw_03

 

Hier geht’s zum Set: Nachts auf Kreta.
Und hier zu größeren Versionen der Bilder: 500px.
 
Auch wenn die Bedingungen zum Fotografieren des Nachthimmels gut sind, benötigt man auf jeden Fall ein Stativ und eine sehr lichtempfindliche Kamera. Am einfachsten zu Realisieren sind derartige Fotos wohl mit einer modernen Vollformat-Kamera (bei der hohe ISO-Werte mit wenig Rauschen kein Problem sind) und einem Weitwinkelobjektiv mit einer großen Blendenöffnung, damit möglichst viel Licht in kurzer Zeit einfällt. Letzteres ist wichtig, da bei zu langer Belichtungszeit der Himmel verschwommen wird und die Sterne auf dem Bild anfangen Streifen zu ziehen. Warum? Weil die Erde sich dreht, was man schon deutlich bei 30s Belichtungszeit merken kann. Hier spricht man dann von Startrail-Aufnahmen. Ein Beispielfoto: Die optische Täuschung des Bewusstseins. Diese haben auch ihren Reiz, kommen aber in keinster Weise dem statischem Nachthimmel mit seinen einzelnen Sternen, wie man ihn mit bloßen Auge sehen kann, Nahe.

Ich fotografiere mit einer Pentax K-5, einer digitalen Spiegelreflexkamera mit einem kleineren APS-C-Sensor. Da diese schon ein wenig älter und nicht sonderlich lichtempfindlich ist, ich aber Fotos von der Milchstraße machen wollte, musste ich zu einem anderen Mittel greifen: einem GPS-Modul. Dies hat eine Zusatzfunktion namens Astrotracer und ermöglicht enorm lange Belichtungszeiten ohne Sternenstreifen. Hier wird die Position des Sensors anhand von GPS-Daten exakt der Bewegung der Erdrotation angepasst. Dann ist allerdings der Vordergrund verschwommen. Möp. Folglich muss man den Vordergrund seperat fotografieren und die Fotos später zusammenfügen. Durch die langen Belichtungszeiten (den Himmel habe ich bei ISO 100, einer Blende von F1.8 und 18mm Brennweite 5 Minuten lang belichtet) und der vorherigen Planung als Collage, entstehen aber auch spannende neue Möglichkeiten. Bei Foto #2 habe ich so zum Beispiel die Bäume in verschiedenen Richtungen und Positionen mit einer Stirnlampe angeleuchtet, und dann später diverse Varianten miteinander kombiniert.

Von der Idee im Kopf bis zu diesen fertigen Fotocollagen ist einige Zeit vergangen. Und trotz aller Technik und Wissen hat der Zufall eine entscheidene und sehr wichtige Rolle gespielt.

Ich bin sehr gespannt wie die Fotos ausbelichtet und gerahmt aussehen werden.
 
Was meint ihr zu den digitalen Versionen?
 

Veröffentlichung in internationaler Zeitschrift

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Das Backpacker Magazine aus den Staaten wird in der Januar-Ausgabe Fotos von mir für einen Bericht verwenden.
Was dann meine erste Veröffentlichung im Print-Bereich ist. Und das freut mich riesig!

Schon länger hinterfrage ich den Sinn von Fotoplattformen wie flickr und neuerdings auch 500px.
Warum veröffentliche ich blos Fotos dort? Jetzt habe ich einen Grund.

Die folgenden 2 Fotos werden sie verwenden.

Diese wunderbare Ziege hier:

6_goat_grey_beard

 

Und das Panorma vom Omalos-Plateau in der Lefka Ori (den Weißen Bergen) auf Kreta:

pano_omalos

Harburger Berge

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Am Montag war ich mal in den Harburger Bergen unterwegs…

Eigentlich war die Idee ein paar Stunden zu Wandern, Natur aufzusaugen und meinen Kopf wieder einzurenken nach einem intensiven Wochenende. Daraus ist dann allerdings eine ziemlich manische Fototour geworden. Weit gekommen bin ich nämlich nicht, dafür habe ich aber recht sportlich 500 Fotos in keinen 5 Stunden gemacht. Was ich defintiv zu viel finde. Nach so einem Fotowahn sitze ich dann später am Rechner mit 50 Varianten von einem Motiv – die sich wirklich nur minimal voneinander unterscheiden – und kann und will mich nicht entscheiden. Damit ich letzteres in Zukunft muss, gibt es jetzt diesen Blog! Wobei ein paar weniger Fotos wohl auch ok wären…

Ehrlich gesagt war ich noch nie im Herbst im Wald… auf jeden Fall nicht mit so geöffneten Augen.
Verdammt schön!

 

 

Übrigens ein super Fotospot (etwa 10 Minuten Fußmarsch von S-Bahn Neuwiedenthal):

Neue alte Fotos

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Ich habe die Rubrik Fotos um 4 Panoramen, die alle 2013 auf Kreta entstanden sind, erweitert.

Aber um ehrlich zu sein reizt mich das Fotografieren von Panoramen nicht mehr so sehr.
Ein einzelnes, klassisches Foto im 2 zu 3 Format bietet genug Platz um Inhalt zu transportieren.

Oder?

Kreta Panoramen